Natürliche Hilfe bei Knieschmerzen Heilpflanzen und alternative Therapien
Das Kniegelenk ist das größte Gelenk im menschlichen Körper und ein komplexes Zusammenspiel von Knochen, Knorpel, Bändern und Muskeln. An der Außenseite des Knies befinden sich wichtige Strukturen, die für die Stabilität und Funktion des Gelenks verantwortlich sind. Schmerzen an der Außenseite des Knies können verschiedene Ursachen haben, die von Verletzungen bis hin zu Überlastung reichen, das sowohl Sportler als auch inaktive Personen betreffen kann. Diese Schmerzen können plötzlich auftreten oder sich langsam entwickeln, abhängig von der Ursache. Da Schmerzen an der Außenseite des Knies im Vergleich zu Schmerzen an der Innenseite des Knies seltener auftreten, ist eine genaue Diagnose besonders wichtig.
Ursachen von Knieschmerzen an der Außenseite
Knieschmerzen an der Außenseite können viele verschiedene Ursachen haben. Besonders häufig treten sie durch Überlastung oder plötzliche Verletzungen auf.
Eine der bekanntesten Ursachen ist das Läuferknie, auch als Iliotibiales Bandsyndrom (ITBS) bekannt. Dabei reibt das Iliotibialband, eine lange Sehnenplatte, die von der Hüfte bis zur Außenseite des Knies verläuft, über den Knochen. Dies führt zu Reizungen und Entzündungen, die insbesondere bei Läufern und Radfahrern auftreten können.
Auch Meniskusverletzungen sind eine häufige Ursache für Schmerzen an der Außenseite des Knies. Der Außenmeniskus ist besonders anfällig für Schäden durch abrupte Drehbewegungen oder übermäßige Belastung. Menschen mit einer solchen Verletzung klagen oft über Schmerzen, Schwellungen und ein blockiertes Gefühl im Knie.
Eine weitere mögliche Ursache ist Kniearthrose. Mit zunehmendem Alter oder durch langfristige Überlastung kann sich der Knorpel im Kniegelenk abnutzen. Dies führt zu Schmerzen, die sich oft durch Steifheit und Schwellungen bemerkbar machen. Besonders belastend ist dies beim Gehen oder Treppensteigen.
Auch Bänderverletzungen, insbesondere am Außenband des Knies, können zu Schmerzen an der Außenseite führen. Solche Verletzungen entstehen meist durch plötzliche Richtungswechsel oder durch direkte Krafteinwirkung, wie sie häufig im Fußball oder Tennis vorkommen. Dabei kommt es zu Instabilität im Knie, die sich durch Schmerzen und Schwellungen äußern kann.
Ein weiteres Problem, das Schmerzen an der Knieaußenseite verursachen kann, ist die sogenannte Bursitis, eine Schleimbeutelentzündung. Durch wiederholte Belastung oder direkten Druck auf das Knie entzündet sich der Schleimbeutel, was zu Schmerzen, Schwellungen und Wärmegefühl führt. Diese Beschwerden treten vor allem bei Personen auf, die viel knien oder das Knie stark belasten.
Symptome an der Außenseite des Knies
Betroffene von Schmerzen an der Knieaußenseite beschreiben oft unterschiedliche Beschwerden, die je nach Ursache variieren können. Häufig beginnt es mit einem leichten Ziehen oder Druckgefühl, das sich mit der Zeit zu einem intensiveren, stechenden oder dumpfen Schmerz entwickeln kann. Manche verspüren die Schmerzen nur während bestimmter Bewegungen, andere leiden auch in Ruhephasen darunter. Besonders häufig treten folgende Symptome auf.
Stechender oder ziehender Schmerz an der Knieaußenseite dieser kann sowohl in Ruhe als auch unter Belastung auftreten. Viele Betroffene verspüren ihn verstärkt beim Laufen, Gehen oder nach längeren Ruhephasen, wenn das Knie wieder bewegt wird.
Schwellung und Überwärmung eine Entzündung oder Reizung kann zu sichtbarer Schwellung führen, begleitet von einem unangenehmen Wärmegefühl oder Rötung an der betroffenen Stelle.
Einschränkung der Beweglichkeit viele Patienten klagen darüber, dass sie das Knie nicht mehr vollständig beugen oder strecken können. Dies kann sich in einem steifen Gefühl äußern und alltägliche Bewegungen erschweren.
Schmerzen beim Treppensteigen oder längeren Gehen vor allem das Abwärtsgehen verursacht bei vielen Beschwerden, da hierbei das Knie besonders belastet wird. Dies kann auf eine Reizung des Iliotibialbandes oder eine Meniskusschädigung hinweisen.
Knirschen oder Blockadegefühl im Knie einige Patienten berichten, dass sich das Knie instabil anfühlt oder dass sie ein knackendes, knirschendes Geräusch wahrnehmen. In manchen Fällen scheint das Knie sogar kurzfristig „einzurasten“ oder zu blockieren, was auf Probleme mit dem Knorpel oder den Menisken hindeutet.
Diese Symptome können sich schleichend entwickeln oder akut auftreten. Wer erste Anzeichen von Knieschmerzen bemerkt, sollte frühzeitig handeln, um eine Verschlimmerung oder chronische Beschwerden zu vermeiden.
Die TCM-Sichtweise auf Knieschmerzen an der Außenseite
Knieschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden. Besonders Schmerzen an der Außenseite des Knies können die Beweglichkeit stark einschränken und die Lebensqualität beeinträchtigen. Die westliche Medizin konzentriert sich oft auf die Behandlung der Symptome mit Schmerzmitteln, Physiotherapie oder in schweren Fällen Operationen. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) hingegen bietet einen ganzheitlichen Ansatz, der die Ursachen der Schmerzen genauer betrachtet und auf sanfte Weise Linderung verschaffen kann. Anstatt sich nur auf den Schmerz selbst zu konzentrieren, sucht die TCM nach dem zugrundeliegenden Ungleichgewicht im Körper, das die Schmerzen verursacht.
In der TCM werden Knieschmerzen nicht isoliert betrachtet, sondern als Ausdruck eines Ungleichgewichts im Körper verstanden. Die Außenseite des Knies wird dem Gallenblasen-Meridian zugeordnet, der vertikal über den seitlichen Teil des Beins verläuft. Ein gestörter Energiefluss (Qi) in diesem Meridian kann zu Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen führen. Ursachen für diesen gestörten Energiefluss können äußere pathogene Faktoren wie Wind, Kälte oder Feuchtigkeit sein, die in den Meridian eindringen und den Qi-Fluss blockieren. Auch der Magen-Meridian, der ebenfalls über das Knie verläuft, kann bei Schmerzen an der Außenseite eine Rolle spielen. Schwäche in Milz und Niere kann ebenfalls zu Knieschmerzen führen, da diese Organe für die Produktion von Qi und Blut verantwortlich sind, die die Sehnen und Muskeln nähren.
Neben den Meridianen spielen auch die Organe in der TCM eine wichtige Rolle. Die Leber und die Gallenblase sind eng miteinander verbunden. Die Leber ist in der TCM für den freien Fluss von Qi im Körper zuständig, während die Gallenblase für Entscheidungen und die Planung von Bewegungen verantwortlich ist. Emotionale Ungleichgewichte, insbesondere Wut und Frustration, die mit der Leber und Gallenblase in Verbindung stehen, können den Energiefluss im Gallenblasen-Meridian stören und so zu Knieschmerzen beitragen.
Um die Ursache der Knieschmerzen zu ermitteln und eine individuelle Behandlungsstrategie zu entwickeln, verwendet die TCM verschiedene Diagnosemethoden, darunter die Zungen- und Pulsdiagnose. Durch die Beurteilung von Zungenbelag, Zungenform und Pulsqualität kann der TCM-Therapeut Aufschluss über den Zustand der Organe und Meridiane erhalten und so die zugrundeliegenden Muster von Disharmonie erkennen.
TCM-Behandlungsmethoden bei Knieschmerzen an der Außenseite
Die TCM bietet eine Vielzahl von Behandlungsmethoden, um Knieschmerzen an der Außenseite zu lindern und die zugrundeliegenden Ursachen zu beheben. Die Wahl der Methode hängt von der individuellen Diagnose und den zugrundeliegenden Mustern ab.
Akupunktur durch das Einstechen feiner Nadeln an bestimmten Akupunkturpunkten entlang des Gallenblasen- und Magen-Meridians kann der Energiefluss harmonisiert und Blockaden gelöst werden. Einige häufig verwendete Akupunkturpunkte bei Knieschmerzen an der Außenseite sind Gallbladder 34 (Yanglingquan), der als Meisterpunkt für Sehnen und Bänder gilt, und Magen 34 (Liangqiu), der Schmerzen und Schwellungen im Knie reduziert.
Moxibustion bei dieser Therapieform werden bestimmte Akupunkturpunkte mit Beifußkraut erwärmt. Die Wärme wirkt schmerzlindernd, durchblutungsfördernd und vertreibt Kälte und Feuchtigkeit aus dem Meridian. Moxibustion wird oft in Kombination mit Akupunktur angewendet, um die Wirkung zu verstärken.
Tuina-Massage spezielle Massagetechniken entlang des Gallenblasen-Meridians und der umliegenden Muskulatur können Verspannungen lösen, die Durchblutung fördern und den Energiefluss anregen. Tuina-Massage kann verschiedene Techniken umfassen, wie z.B. Akupressur, Rollbewegungen und Dehnungen, um Blockaden zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern.
Beim Schröpfen werden Glasgefäße auf die Haut gesetzt, um einen Unterdruck zu erzeugen. Dies fördert die Durchblutung, löst Verspannungen und hilft, Wind, Kälte und Feuchtigkeit aus dem Körper zu entfernen. Schröpfen kann an verschiedenen Punkten am Knie und entlang des Gallenblasen-Meridians angewendet werden.
Individuelle Kräuterrezepturen, abgestimmt auf die jeweilige Diagnose, können von innen heraus wirken und das Gleichgewicht im Körper wiederherstellen. Kräuter, die Wind und Feuchtigkeit ausleiten und die Nieren stärken, werden häufig bei Knieschmerzen eingesetzt.
Myrrhe & Dàng Gui Muskellockerung Verbesserung der Beweglichkeit
